SV Schwanfeld 5 : 1 FVE
am 11.08.2019 um 15:00

Bei drückenden, sommerlichen Temperaturen verpasste der SV Schwanfeld dem FV Egenhausen eine deftige 5:1 Schlappe. Vielleicht könnte man als Entschuldigung das Match gegen Kützberg/ Euerbach nehmen, das zwei Tage vorher stattfand und der fehlenden Kondition geschuldet war. Verfolgt man jedoch den Spielverlauf, dann stellt man fest, dass Konzentrationsfehler die deftige Niederlage verursachten.
Anfangs verlief das Spiel ausgeglichen und die Heimmannschaft erspielte sich ein kleines Übergewicht, weil wir in der Defensive keine klare Linie hatten und im Mittelfeld keinen Spielgestalter hatten. Abwehrchef Lukas Christ versuchte kritische Situationen spielerisch zu lösen, was jedoch nicht immer gelang. Abspielfehler im Spielaufbau waren an der Tagesordnung und so konnte keine spielerische Linie gelingen. Der Sturm war auf sich alleine gestellt und lebte von den schwachen Abspielen und Zuspielen. In der 26. Minute erzielte Schwanfeld das 1:0, weil zwischen Keeper und Abwehr ein Missverständnis vorlag. Zwei Abwehrspieler waren am gegnerischen Stürmer und unser Keeper hätte im Tor stehen bleiben müssen, ebenso beim 2:0. Wenn ein Keeper herausgeht, dann muss er den Ball sicher haben, ansonsten im Kasten bleiben. Kurz vor der Pause bekamen wir den dritten Treffer und wir gingen mit 3:0 in die Kabine. Unsere Elf hatte zwar viel Ballbesitz, aber es fehlte der Zug nach vorne. Unserem Sturm fehlte das Futter und so bekamen wir kaum Situationen im Sechzehner. Unsere Stürmer brauchen Bälle in den freien Raum, die sich bei einer Viererkette vor allem in den unteren Klassen immer ergeben, dann müssen sie den Ball nicht erst stoppen, sondern können dem Ball nachstarten und so den Abwehrspieler überlaufen. Nach der Pause öffnete unsere Mannschaft die Defensive und fing sich noch zwei Treffer ein. Wenig effektiv erwies sich das Querspielen im defensiven Bereich, das entweder noch mehr zu trainieren oder zu ändern wäre, indem die Abwehrspieler öfter mit einem langen Pass auf die Stürmer spielen, die dann während der 90 Minuten den Ball auch mal hätten. Auch unsere Stürmer sollten sich mehr auf ihre Qualitäten besinnen, das eins gegen eins annehmen und den Drang steigern, ein Tor auf eigene Faust schießen zu wollen. Was nützt ein Zuspiel, wenn der Mitspieler nicht konzentriert mitdenkt und auf das Abspiel eingeht. Zu sehen war dies bei dem Treffer von Jonas Pfeuffer, als mit zwei Zügen der Ball nach vorne kam und Jonas cool einnetzte. Mehr Bälle für unsere qualitativ guten Stürmer und manchmal eigensinnige Solos wären vielleicht öfters von Erfolg gekrönt als noch ein Abspiel, das dann im Sande verläuft.
Trotzdem heißt die Parole „ Kopf hoch!“ denn es kann nur besser werden, was alle Fans erhoffen.

Aufstellung: Fabian Weingart – Marius Rettner, Lukas Christ, Lukas Rettner – Louis Kümmet, Hannes Römert, Tobias Fick, Marcus Wenzel, Martin Weingart – Julian Weis, Jonas Pfeuffer

Wechselspieler: Daniel Christ, Jan Fuchs, Patrick Bonengel

Tore: 1:0 (26.), 2:0 (41.), 3:0 (45.), 4:0 (60.), 5:0 (67.), 5:1 Jonas Pfeuffer (68.)